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Deutsche Squash Mannschaftsmeisterschaft der Herren und Damen

Gespeichert von PSC News am Di, 05/10/2016 - 20:21

Zum Saisonhöhepunkt der beiden Mannschaften des Paderborner Squash Club geht es über Pfingsten nach Böblingen, wo die diesjährigen deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Pink Power ausgetragen werden. Die deutsche Squashliga und der deutsche Squashverband präsentieren die Endrunde mit den Mannschaften aus Hamburg, Worms, und Stuttgart bei den Herren und Squash im Westen Paderborner SC, Königsbrunner SC, 1. SC Berlin, Monopol Frankfurt und Yellow Dot Maintal. Gespielt wird am 14. und 15. Mai, während die Damen zunächst in zwei Gruppen antreten, kommt es bei den Herren bereits am Samstag ab 15 Uhr zum mit Spannung erwarteten Match des amtierenden deutschen Meisters Paderborn gegen Herausforderer Sportwerk Hamburg. Das Paderborner Team konnte sich als Tabellenerster direkt für die Endrunde qualifizieren, Sportwerk Hamburg musste als zweiter der Gruppe Nord in die Relegation, besiegte aber Frankfurt und Königsbrunnen klar und nahm den vierten noch freien Platz in der Endrunde ein. Die Auslosung ergab dann ein Halbfinale Worms gegen Stuttgart und das erste Halbfinale Paderborn gegen Hamburg.

Und das Paderborner Team um Manager Norman Farthing und Präsident Andreas Preising geht optimistisch die Reise ins Baden Württembergische Böblingen an. Der Kader ist mit Spitzenspieler Simon Rösner und dem deutschen Ranglistenzweiten Raphael Kandra auf  den beiden ersten deutschen Positionen bestens besetzt. Die Ausländerposition hat Daryl Selby, vor einer Woche noch mit der englischen Nationalmannschaft Europameister im Team in Warschau. Ebenfalls mit dabei Tim Garner, der parallel als Coach der Mannschaft hilft. Auf der dritten deutschen Position vorgesehen sind in erster Linie Lennart Osthoff und Jungnationalspieler Lukas Wirths, der enorme Fortschritte gemacht hat und bei seinen ersten Einsätzen in der Bundesdeutschen Nationalmannschaft beste Ergebnisse erzielen konnte. Mit dabei noch Cederic Lenz und Jugendnationalspieler Tobias Weggen, der ebenfalls zum ersten Male vor wenigen Tagen in der Bundesdeutschen Nationalmannschaft der Herren zum Einsatz kam. Insgesamt ein starkes Team welches natürlich als vorrangigstes Ziel das Finale und parallel dazu die Qualifikation zum Europapokal der Landesmeister, welcher in diesem Jahr im englischen Pontefract ausgetragen wird zu realisieren. Ob den elf deutschen Mannschaftsmeisterschaften eine erfolgreiche Titelverteidigung folgt bleibt abzuwarten. Der Gegner im Halbfinale Sportwerk Hamburg hat eine extrem gute Saison gespielt und war immer auf Augenhöhe mit dem PSC. Die deutsche Spitzenposition Inne hat Rudolf Rohrmüller gefolgt vom Deutsch-Ägypter Ali El Karagui und dem Ex-PSCer Norman Junge. Ein spielstarkes Team ergänzt um einen Topausländer, im Gespräch war zuletzt Top Mann Ramy Ashour aus Ägypten (Tarek Momen aus Ägypten ist zur Zeit verletzt), aber auch Tom Richards aus England wäre eine gute Alternative. Daneben stehen noch die spielstarken Laurens Anjema aus Holland und Paul Coll aus Neuseeland im Aufgebot.

Im zweiten Halbfinale kämpft Worms  als amtierender  Europapokalsieger um einen Platz im Finale, wobei das Team aus Stuttgart als Sieger der Gruppe Süd an einem guten Tag nicht zu unterschätzen ist. Sollte Spitzenspieler Gregory Gaultier eingesetzt werden ist durchaus eine Überraschung möglich. Worms vertraut sicherlich den Brüdern Schoor, die bei der Squash Europameisterschaft durch Abwesenheit glänzten und dem spielstarken Tim Weber. Auf der Spitzenposition ist sicherlich der Engländer Nick Matthew eine erste Option.

Das Lightpower Team hofft natürlich sich für das Endspiel qualifizieren zu können, weiß aber auch das alle vier Mannschaften mit fast gleichen Chancen bei diesem Match-Spielen an den Start gehen werden. Das Finale findet am Sonntag ab 13 Uhr mit den Damen und anschließend den Herren statt, zuvor aber starten die Halbfinalspiele bzw. bei den Damen die Gruppenspiele.

Bei den Damen ist der Paderborner Squash Club Titelverteidiger und geht auch mit durchaus berechtigten Chancen nach Böblingen. Team Manager Matthias Wolff hat ein starkes Aufgebot angeführt von der Weltranglisten elften Alison Waters aus England, die ebenso wie Mitstreiter Daryl Selby am letzten Wochenende in Warschau Mannschaftseuropameisterin mit England geworden ist. Ebenfalls mit dabei die Holländerin Milou van der Heijden, Top 50 Spielerin der Welt. Die deutsche Spitzenposition Inne hat Sina Wall gefolgt von Franziska Hennes, die gute Ergebnisse in Warschau bei der EM erzielte. Nicht so positiv sieht es aus bei Annika Wiese, die sich im Spiel gegen Dänemark bei der EM eine Zerrung zuzog und für den Mannschaftswettbewerb in Böblingen ausfällt. Weiter im Team Tine von Rossum und Maike Paschke, die die Delegation zusammen mit den beiden Physiotherapeuten Guido Krüger und Caro Feinbier ergänzen. Als härtester Konkurrent wird SC Monopol Frankfurt erwartet, der es dieses Jahr unbedingt wissen will und mit der Deutschen Meistern Sharon Sinclair und Nicole Fries antreten wird. Auf der Spitzenposition könnte auch Camille Serme Weltranglisten vierte oder die Vizeweltmeisterin im Einzel Laura Massaro aus England antreten. Insgesamt ein sehr starkes Spiel, welches wohl leicht favorisiert in die Titelkämpfe gehen wird. Im letzten Jahr im Finale der SRV im Westen, der diese Ambitionen natürlich auch für dieses Jahr angemeldet hat. Weiter mit dabei Yellow Dot Maintal aus Hessen, das bayerische Team Königsbrunner SC sowie Außenseiter 1.  SC Berlin. Gestartet wird in Gruppenspielen nach der Setzliste am Sonntagmorgen ab 9 Uhr, die beiden Halbfinalspiele. Bei den Damen ist das Finale für 13 Uhr angesetzt.

Wiedermal eine große Herausforderung für die Aktiven des Paderborner Squash Club wollen sie doch ihre gute Position in Deutschland verteidigen und nach den beiden Vorjahrestiteln wieder einen doppelten Triumph anstreben. Dieses werden Mannschaften wie Frankfurt, Worms und Stuttgart aber insgesamt schwer machen, auch die Tagesform wird letztendlich gepaart mit einem Quäntchen Glück über die Meisterschaft entscheiden.